Natürlicher Lebensraum & Artverhalten

Natürlicher Lebensraum & Artverhalten

Natürliches Verhalten von Legehennen

Hühnervögel sind neugierig, lernfähig und intelligent. Sie sind sehr anpassungsfähig, dennoch haben sie Grundbedürfnisse, die sich seit Jahrtausenden nicht verändert haben. 4 Grundbedürfnisse bestimmen besonders den Tagesablauf:

  • Nahrungsbeschaffung
  • Körperpflege
  • Ausruhen
  • Fortpflanzung

Nahrungsaufnahme

Vom Typus her gehört das Huhn zu den Fluchttieren, die eher die Beute anderer Tiere darstellen. Ihre Urahnen stammen aus dem Dschungel der asiatischen Regionen. Dort sind die kleinen Hühnergruppen den überwiegenden Teil des Tages mit ihrer Nahrungsbeschaffung beschäftigt. Die Nahrungsbeschaffung geschieht in Form von Scharren, Picken, Zupfen, Zerren, Hacken und Bearbeiten der gerade gefundenen Nahrungsressource.

Auch die heutigen, modernen Hühner unserer Zeit haben diese Verhaltensweisen weiterhin in ihrem genetischen Code verankert.

Haben Sie gewusst, dass ein Haushuhn zwischen 10 und 15.000 Pickschläge am Tag ausführt?

Nestverhalten

Das Nestverhalten – auch der heutigen Hühner in den modernen Ställen – läuft immer nach demselben Schema ab. Zuerst sucht es sich einen Nestplatz, dann bereitet es sich auf das Eierlegen vor, dann erfolgt die Eiablage und zum Schluss eine Ruhephase im Nest.

Körperpflege

Hühner putzen sich täglich ihr Gefieder. Weil es einen gewissen Schutz vor Umwelteinflüssen wie Kälte, Nässe und anderen Dingen bietet, wird es gepflegt. Zur Gefiederpflege dient auch ein Sandbad, in dem die Tiere gern täglich herumwühlen.

Das Sandbad nehmen Hühner gern im Rudel ein
Ausgiebige Gefiederpflege
Schlafen

Per Gesetz sind allen Hühnern 8 Stunden Schlaf einzuräumen. Aber auch tagsüber ziehen sich die Hennen auf abgelegene Stellen für Ruhephasen zurück. Zum Schlafen fliegen sie hohe Ebenen an, auch dies haben sie von ihren Urahnen übernommen. So brachten sich diese vor am Boden umherstreifenden Beutegreifern in Sicherheit. In den heutigen Ställen werden den Hühnern Sitzstangen angeboten, damit sie sich in der Nacht sicher fühlen. Dabei sitzen nachts die ranghöchsten Tiere oben, wo die vermeintlich sichersten Plätze sind. Die rangniedrigen Tiere müssen dann nachts weiter unten schlafen.